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Juli 12 2017

Brandschutz auf dem Pferdebetrieb

Feuer ist wahrscheinlich der Alptraum jedes Stallbetreibers und das wohl schlimmste anzunehmende Ereignis auf einem Pferdebetrieb, für Betreiber und Pferdebesitzer. Prävention ist daher der beste Ratgeber.

Ein Funke reicht, und das Pulverfass Pferdestall löst eine Katastrophe aus

In der Regel sind Ställe aus Holz gebaut. Zudem lagert überall brennbares Material wie Heu, Stroh, Sägespäne, Treibstoffe etc. Aber auch Staub, unsachgemäss gelagerter Abfall und Mist verschärfen die Situation. Da reicht ein kleiner Funk, und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Gedankenlosigkeit, Leichtsinn und Schlamperei als Ursache

Das Bewusstsein der Gefahren muss zwingend bei allen Beteiligten allgegenwärtig sein. Das sichere Verhalten muss geregelt, kontrolliert, durchgesetzt und vor allem vorgelebt werden.

Rauchen verbieten?

In allen heiklen Bereichen ist es zwingend zu signalisieren und durchzusetzen, alles andere ist grobfahrlässig. Die Raucher darf man aber nicht vergessen. Für diese richtet man am besten eine Raucherecke mit sicherem Aschenbecher ein.

Elektroinstallationen und Handwerkerarbeiten als Gefahrenquellen

Veraltete und nicht konforme Elektroinstallationen lösen rasch Brände durch Überhitzung oder Funken Erzeugung aus. Verschmutze Lampenabdeckungen und fehlende Fehlerstromschutzeirichtungen fördern ein Brandrisiko. Dazu zählt auch der Elektrozaun! Auch Pferde können Elektroinstallationen beschädigen. Schleifen, Schmirgeln, Schweissen erzeugen Funken und können bei Unterhalts-, Renovations- oder Umbauarbeiten zur Gefahrenquelle werden. Oft wird dies nicht sofort erkannt. Es entsteht ein Glimm- oder Mottbrand, und das Feuer bricht erst später aus.

Heustockbrand ab 55°C

Frisches Heu gärt nach, und wenn es zu wenig trocken ist beginnt es zu gären, überhitzt sich und entzündet sich selber. Darum ist das frisch eingelagerte Heu regelmässig auf seine Kerntemperatur zu überprüfen.

Brandstiftung und Blitzschlag

Verirrte Feuerwerkskörper oder Blitzschlag können ebenfalls einen Stall bis auf die Grundmauern abbrennen lassen. Da sind bauliche Massnahmen umzusetzen.

Mit Feuer spielende Kinder, Neider oder andere Personen können ein Feuer legen. Das ist schwer kontrollierbar, da auch Brandbeschleuniger eingesetzt wird. Ein entsprechend aufgeräumter Stall mit wenig Brandlasten, Brandabschnitten und abgeschlossenen Bereichen kann präventiv wirken.

Prävention als Schlüssel

Eine feuersichere Planung der Gebäude, die Organisation der Arbeitsabläufe und die Vorbereitung auf ein Ereignis können das Risiko minimieren.

Und wenn trotzdem einmal etwas passiert, wäre es wichtig gewesen, wenn alle Beteiligten gewusst hätten, wo die Löschmittel deponiert sind, wie diese funktionieren und wie man sich am besten verhalten hätte. Zum Glück ist nie etwas geschehen, und alle Beteiligten wissen, wie man mit Feuerlöschern umgeht und kennen den Standort und Notfallnummern.

Aktuelles Kursangebot: www.proequi.ch/Brandschutzkurs

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